Vielen Eltern und Pädagogen ist nicht bekannt, dass "Ana" und "Mia", wie Magersucht und Bulimie in der Szene verniedlichend genannt werden, für viele Kinder und
Jugendliche längst zur "besten Freundin" geworden ist. Die Gefahr wrid unterschätzt und Essstörungen für eine harmlose Mode-Erscheinung gehalten. Eigentlich nicht verwunderlich,
denn viele Erwachsene nehmen nicht einmal von der Möglichkeit Vorsorge-Untersuchung Gebrauch, um die eigenen
Gesundheitsrisiken aufzudecken.
Die betroffenen Jugendlichen erkennen nicht, dass sie krank sind und akzeptieren die gesundheitlichen Folgen des Hungerns um ihr gefährliches Körper- und Schönheitsideal zu erreichen. Stattdessen
wird ein "Lifestyle" definiert - "Thinspiration". Der Austausch in geschlossenen
Internetzirkeln vermittelt ein gefährliches Wir-Gefühl, bei dem sich die Nutzerinnen und Nutzer gegenseitig in ihrer verzerrten Wahrnehmung bestätigen und der Bezug zur Realität verloren
geht.
Informationen und Hilfe bei Magersucht und
Bulimie
"Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat deshalb gemeinsam mit der länderübergreifenden Initiative
"jugendschutz.net" eine Informationsbroschüre für
Eltern, pädagogische Fachkräfte und Provider entwickelt. Die Broschüre mit dem Titel "Gegen Verherrlichung von Essstörungen im Internet" erklärt Ursachen und Symptome der
Krankheiten, zeigt die Folgen auf und bietet Hilfe: Wie erkennt man eine Pro-Ana-Website? Wo gibt es Rat, wenn mein Kind betroffen ist? Auch verantwortungsbewusste Internet-Anbieter werden
angesprochen: Sie finden Vorschläge, wie sie mit Pro-Ana/Mia-Angeboten umgehen können."
Die Broschüre "Gegen Verherrlichung von Essstörungen im Internet" erscheint im Rahmen der ressortübergreifenden Initiative der Bundesregierung "Leben hat Gewicht". Bestellen oder Download beim BMFSFJ.
„Starving for perfection“ - Die 10 Ana-Gebote als „Thinspiration“
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1. Wenn ich nicht dünn bin, kann ich nicht attraktiv sein! 2. Dünn sein ist wichtiger als gesund sein! 3. Ich muss alles dafür tun, dünner auszusehen/zu sein! 4. Ich darf nicht essen, ohne mich schuldig zu fühlen! 5. Ich darf keine „Dickmacher“ essen, ohne hinterher Gegenmaßnahmen zu ergreifen! 6. Ich soll Kalorien zählen und meine Nahrungszufuhr dementsprechend regulieren! 7. Die Anzeige der Waage ist wichtiger als alles andere! 8. Gewichtsverlust ist GUT, Zunahme ist SCHLECHT! 9. Du bist NIE zu dünn! 10. Nahrungsverweigerung und dünn sein sind Zeichen wahren Erfolgs und Stärke! |
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