Mittwoch, 11. februar 2009
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Menschen, die zu viele Pfunde auf die Waage bringen, aber auch sehr schlanke Personen haben ein höheres Risiko früher zu sterben als Normalgewichtige. Das geringste
Sterblichkeitsrisiko zeigen Frauen mit einem Body-Mass-Index (BMI) von 24,3 und Männer mit einem BMI von
25,3. Je nach Alter soll der BMI zwischen 19 und 29 liegen. Während Personen mit einem höheren BMI häufiger an Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sterben, kommen Menschen mit einem niedrigeren
BMI öfter durch Erkrankungen der Atmungsorgane zu Tode. Zu diesen Ergebnissen kam die Auswertung der größten europäischen Langzeitstudie EPIC. Über 350.000 Personen aus zehn Ländern mit einem Durchschnittsalter von 51 Jahren wurden dafür fast zehn Jahre lang beobachtet. Neben dem
Gewicht an sich spielt auch die Verteilung des Körperfetts eine entscheidende Rolle. Wenn sich das Fett wie bei
dem Apfeltyp im Bauchbereich ansammelt, ist das viel bedenklicher als bei dem Birnentyp, der vor allem um die Hüfte Fettpolster sitzen hat. Schlanke mit viel Körperfett rund um den Bauch haben ein
ebenso großes Risiko zu sterben wie Übergewichtige. Denn das Bauchfett produziert Botenstoffe, die die Entwicklung chronischer Krankheiten fördern. Die Wissenschaftler fordern daher, auch bei
normalgewichtigen Menschen den Taillen- und Hüftumfang zu messen, um ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu ermitteln. Das erhöhte Sterblichkeitsrisiko im unteren Bereich des Normalgewichts
lasse sich möglicherweise dadurch erklären, dass einige Teilnehmer durch Alter oder unerkannte Krankheiten an Muskelmasse verloren und dadurch eine verkürzte Lebensdauer hatten. Personen mit Krebs
oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen wurden im Vorfeld von der Untersuchung ausgeschlossen.
Quelle: Pischon T et al. General and abdominal adiposity and risk of death in
europe. The New England Journal of Medicine 20 (359), 2105-20, 2008
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