Mittwoch, 4. februar 2009 3 04 /02 /2009 09:21

"Der aid-Ernährungsführerschein ist ein lebendiges Unterrichtsprojekt für die Grundschule, bei dem der praktische Umgang mit Lebensmitteln und Küchengeräten im Mittelpunkt steht. In sechs bis sieben Doppelstunden lernen die Drittklässler aus frischen Produkten kleine Gerichte zuzubereiten."

Eigentlich wurde das Projekt
aid-Ernähurngsführerschein - richtig! das ist der, den Nestlé nachmachen will - so konzipiert, dass die Lehrkraft es selbstständig im Klassenzimmer durchführen kann. Dafür wurde ein umfangreiches Medienpaket zusammengestellt, das von ausgearbeiteten Unterrichtsverläufen über Kopiervorlagen bis zu Elternbriefen und Führerscheindokumenten alle notwendigen Unterlagen für die Durchführung enthält. Das Lehrerbegleitheft vermittelt alle fachlichen Inhalte und organisatorische Anregungen - detailliert, verständlich und praxisorientiert. Eine hauswirtschaftliche Schulung oder besondere ernährungswissenschaftliche Kenntnisse sind daher nicht erforderlich. Fachkenntnisse in Biologie, Sachkunde, Hauswirtschaft und Ernährung sind natürlich hilfreich.


Sollte eine Lehrkraft sich die
selbständige Durchführung nun doch nicht zutrauen (?), kann im Rahmen des Nationalen Aktionsplans der Bundesregierung "IN FORM Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung" externe Unterstützung in Anspruch genommen werden. Diese erfolgt durch bundesweit 390 Fachkräfte und wird bis Anfang 2011 finanziell gefördert. Das heißt: Der Einsatz der Fachkraft und das Medienpaket sind für die betreffenden Schulen kostenfrei. Die externen Fachkräfte sind erfahrene hauswirtschaftlich ausgebildete LandFrauen (-> Projekte -> Ernährungsführerschein) und Gesundheitsförderer des Programms "Klasse2000".



Au weia - in Bayern gibt's nur acht Landfrauen, die das machen; im benachbarten Hessen sind es 19! Was schließe ich jetzt daraus?

Dass die bayerischen Lehrer fitter bezüglich Ernährung sind und das folglich selber machen, dass die bayerischen Landfrauen keine Zeit für sowas haben, dass die (alle?) bayerischen Kinder alles über gesunde Ernährung bereits in ihren Familien vermittelt bekommen und keinen Ernährungsführerschein nötig haben oder...?

Ob das hier im Süden vielleicht vor allem die
Klasse2000-Gesundheitsförderer machen? Dazu fällt mir nur ein, dass als mein älterer Sohn in der dritten Klasse war, regelmäßig eine "Klaro-Frau" kam. Letztes Jahr beim jüngeren war das Projekt Klasse2000 bereits Geschichte.

 
von équilibriste - veröffentlicht in: Ernährung, Kinder - Community: Wellness und Gesundheit
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