Dienstag, 18. märz 2008
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Papain, Chymopapain, Lysozym und Lipase aus der Papaya, das Enzym Bromelain aus der Ananas sowie Kiwi-Enzyme werden in einigen Ratgebern als Fatburner empfohlen: „Die Papayaenzyme (…) regen die
Fettverdauung enorm an und sorgen so dafür, dass Fett abgebaut wird“. „Bromelain ist ein Verdauungsenzym, das Eiweiß spaltet. Die Wirkung von Bromelain ist so stark, dass Menschen, die auf
Ananasplantagen arbeiten, Schutzkleidung tragen müssen. Sonst käme es durch den ständigen Kontakt mit dem aggressiven Enzym zu Hautschäden“. Der Gedanke, dass Enzyme aus Obst als
"bdquo;Fettkiller“
eingesetzt werden können, stammt ursprünglich aus der so genannten "„Hollywood-Diät“.
Dem ist jedoch einiges entgegenzusetzen:
- Enzyme sind Eiweiße, die bereits im Magen gespalten werden. Sie kommen also in den seltensten Fällen intakt im Körper an. Sie können deshalb nicht in der beschriebenen Form wirken.
- Etwas, was auf die Haut aggressiv wirkt, kann sich im Körper komplett anders verhalten. In diesem Fall kann man nur sagen: Glücklicherweise wird das Enzym im Magen denaturiert und kann somit
dem Körper nicht schaden!
- Eiweißspaltende Enzyme wie z. B. Bromelain sind für eine Gewichtsreduktion nicht geeignet, weil - einmal angenommen sie könnten wider Erwarten die Magenpassage überstehen - im güns tigsten
Fall eine Unterstützung der Eiweißverdauung im Dünndarm angenommen werden kann. Hiervon ist jedoch keine Wirkung auf die Fettverbrennung oder eine Gewichtsreduktion zu erwarten.
Immerhin haben etliche der Autoren von Fatburner-Ratgebern dies auch erkannt. Sie nehmen mittlerweile von dieser Theorie Abstand: „Enzyme helfen nicht, Fett im Körper abzubauen!“ In anderen
Ratgebern ist diese Theorie überhaupt nicht mehr erwähnt.
Quelle: DGE-Stellungnahme
von équilibriste
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veröffentlicht in: Ernährung
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