Dienstag, 11. märz 2008
Ich habe es hier im Blog ja schon öfter geschrieben, Diätpillen und andere Wundermittel sind alles andere als empfehlenswert. Die Zeitschrift Brigitte weist in diesem Zusammenhang auf einen Schlnkheitsmittel-Test der Stiftung Warentest hin:

Stiftung Warentest hat Schlankmacher aus dem Internet überprüft. Das Ergebnis: Keines der Mittel können die Tester empfehlen. Im Gegenteil: Die meisten Pillen sind sogar gefährlich für die Gesundheit.

Es klingt verlockend. Und es ist so einfach: Ein paar Klicks im Internet, ein Postbote, der ein Päckchen mit Pillen vorbeibringt und dann soll er wahr werden, der Traum von der Bikini-Figur.

Doch aus dem Traum kann schnell ein Alptraum werden: Dann, wenn Diätpillen Schweißausbrüche, Herzrasen und Depressionen verursachen - statt die Kilos schmelzen zu lassen.

Die Stiftung Warentest hat 16 Schlankheitsmittel (Wert bis 152 Euro) aus dem Internet im Labor überprüft.

Hier die wichtigsten Ergebnisse:


 

  • Fast alle getesteten Mittel (13 von 16) sind gesundheitsgefährdend

  • Inhaltsstoffe wurden teilweise falsch oder gar nicht angegeben

  • Vorsicht vor Fatburnern: In dem Schlankmacher "ThermoGenesis" waren beispielsweise 20 Milligramm Ephedrin und 340 Milligramm Koffein enthalten. Ephedrin ist in Deutschland verschreibungspflichtig. Zu den Nebenwirkungen gehören Herzrhythmus-Störungen und Blutdruckanstieg. Außerdem macht der Wirkstoff abhängig. Die empfohlene Tagesdosis von zwei Kapseln entspricht etwa zehn Tassen Kaffee. Ähnliches gilt für "Dyma-Burn Xtreme".

 


 

  • Satt durch Pillen: Der Appetitzügler Sibutramin wird oft heimlich eingesetzt, zum Beispiel in den vier Schlankheitsmitteln von "Lida". Der Hersteller beruft sich auf chinesische Traditionen, die Mittel sind angeblich rein pflanzlich. In Wirklichkeit sind sie gefährlich. Sibutramin kann bereits bei geringer Dosis zu Herzrasen und erhöhtem Blutdruck führen.

 


 

  • Anti-Fett-Pille: Die neue Diätpille "Acomplia" ist in Deutschland rezeptpflichtig. Im Internet bekommt man sie auch ohne Rezept. Der Wirkstoff Rimonabant soll den Hunger dämpfen, kann aber auch Depressionen und Angst hervorrufen. (» Hier gibt es weitere Infos zu Acomplia)

  • Werden solche Mittel gekauft? Stiftung Warentest fragte nach. 3000 Nutzer beteiligten sich an der Online-Umfrage. Das Ergebnis: 14 Prozent haben die getesteten oder ähnlich zusammen gesetzte Pillen bereits ausprobiert. Einige berichteten von Ess-Störungen und Herz-Kreislauf-Problemen.

  • Und wie wird man nun schlank? "Mehr bewegen, besser essen" rät die Stiftung Warentest. Dabei können wir helfen: Mit der » BRIGITTE-Diät und dem » BRIGITTE-Diät-Coach. (Tipp: In der nächsten BRIGITTE (Heft 9, ab 11. April am Kiosk) gibt es viele neue Frühlings-Diätrezepte.)

 


» Weitere Informationen zur Studie

Die komplette Studie gibt es bei Stiftung Warentest als » Download (Kosten: 1 Euro)

 


Text: mhe
Fotos: Stiftung Warentest, photocase
Artikel vom 02. April 2007

von équilibriste veröffentlicht in: Ernährung Community: Gesundheit
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Kommentare

Ich verstehe die Menschen manchmal nicht. Viele achten auf jeden Cent, hauen aber bei solchen "Schummel"-Medikamenten, die auch noch gefährlich sind hunderte von Euro raus, anstatt einmal gesund einkaufen zu gehen...was soll´s. Jeder ist seiner Gesundheit Schmied..oder wie hieß das? ;-)
Commentaire n° 1 posté par sabine le 12/03/2008 à 21h58
Ich denke, die wollen sich von der Verantwortung für sich selbst, konkret für ihr Gewicht, loskaufen. "Das Zeug sorgt schon dafür, dass ich schlank werde, da brauche ich micht nicht weiter zu kümmern..."

Und wenn man es so einfach über's Internet bekommt, umso besser, braucht man man sich nichtmal mehr mit dem Arzt auseinander zu setzen.  Allerdings scheint vielen der wahre Preis dafür nicht bewußt zu sein.

Ich versteh's auch nicht... Mir fallen da zig andere Möglichkeiten ein, die besser , z.T. auch billiger oder ganz umsonst sind und mehr Spaß machen als Pillen, Pulver und sonstigen "Schotter" zu essen ;-)
Réponse de équilibriste le 13/03/2008 à 07h12

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