Freitag, 14. märz 2008
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Zuviel Fast Food und zu wenig Bewegung können die Leber schon innerhalb von vier Wochen schädigen: In einer Studie mit 18 gesunden Menschen wiesen elf bereits nach Ablauf eines Monats, in dem
sie sich fast ausschließlich von Fast Food ernährt hatten, stark erhöhte Werte des Enzyms Alanin-Aminotransferase (ALT) auf. Das Enzym zeigt Schäden der Leber an und ist in dieser Menge
normalerweise bei Menschen zu beobachten, die regelmäßig große Mengen an Alkohol zu sich nehmen, berichten Stergios Kechagias von der Linköping-Universität und sein Team.
Für die Studie rekrutierten Kechagias und sein Team 12 männliche und 6 weibliche gesunde, schlanke Studenten. Alle erklärten sich bereit, einen Monat lang mindestens zwei Mahlzeiten pro Tag in
einem Schnellrestaurant zu sich zu nehmen und ihre Bewegung auf weniger als 5.000 Schritte pro Tag zu reduzieren. Eine Vergleichsgruppe von gleicher Größe und Zusammensetzung sollte während
dieser Zeit ihr Leben und ihre Ernährungsgewohnheiten normal weiterführen. Beide Gruppen gaben sowohl vor Beginn der Studie als auch in regelmäßigen Abständen während der Untersuchungsphase
Blut ab. Außerdem wurde das Gewicht bei allen Teilnehmern überwacht.
Nach vier Wochen hatten die Mitglieder der Fast Food-Gruppe durchschnittlich 6,5 Kilogramm zugenommen, wobei ein Teilnehmer allein innerhalb der ersten zwei Wochen 12 Kilogramm zulegte. Die
Untersuchung der Blutproben ergab, dass die Menge an ALT im Blut schon nach einer Woche stark anstieg und am Ende des Monats durchschnittlich mehr als das Vierfache der Anfangswerte betrug. Bei
elf Probanden stiegen die Werte auf Level, die auf einen Leberschaden hinweisen. Ursache für diese extremen Anstiege sei die Gewichtszunahme und besonders die gesteigerte Aufnahme von Zucker
und Kohlenhydraten, erklären die Forscher. Einer der Studienteilnehmer entwickelte außerdem eine Fettleber, die anderen zeigten einen erhöhten Anteil von Fett in ihren Leberzellen. Dieser
Zustand ist mit einer erhöhten Insulinresistenz der Zellen verbunden, was zu Diabetes oder Herzkrankheiten führen kann. In der Vergleichsgruppe war keine der Veränderungen zu beobachten.
Die Ergebnisse von Kechagias und seinen Kollegen bestätigen die Beobachtungen des Dokumentarfilmers Morgan Spurlock im Film "Super Size Me". Für seine Dokumentation hatte der Regisseur und
Hauptdarsteller Spurlock dreißig Tage lang ausschließlich bei McDonald's gegessen und danach über Leberschäden geklagt.
STERGIOS KECHAGIAS (LINKÖPING-UNIVERSITÄT) ET AL.: GUT, ONLINE-VORABVERÖFFENTLICHUNG, DOI: 10.11.36/GT131797
ddp/wissenschaft.de – Livia Rasche, 01.03.2008
von équilibriste
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veröffentlicht in: Ernährung
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