In ihrem doc-bloc schrieb Dr. Höllering über mehr oder weniger sinnvolle Selbstmedikation. MIr ist dazu noch ein TV-Spot eingefallen, den ich so daneben finde, dass es schon fast wieder gut
ist.
Der Inhalt in groben Zügen: zwei Frauen kommen aus der Step-Aerobic-Stunde. "Mir tun die Beine weh..." - "Dann nimm ein Aspirin!" - "Ich hab keine Kopfschmerzen, mir tun die Beine weh" -
"...eben..." Und dann wird halt ein Aspirin eingeworfen.
Muss ja echt eine Hammer-Stunde gewesen sein... Natürlich ist das Schmerzempfinden individuell verschieden, und ich merke nach dem Sport auch dass ich mich gerade einer Belastung ausgesetzt habe,
soll heißen, ich "merke" meine Beine, Arme oder sonstige Körperteile. Aber deshalb gleich Medikamente nehmen? Schließlich kann man diesem Schmerz (?) auch etwas postives abgewinnen. Mein Körper
sagt mir, dass ich ihn mehr als sonst , vielleicht sogar übermäßig beansprucht habe, und er ist mit dieser Beanapruchung fertig geworden. Das Gute daran ist, dass er jetzt versucht, sich so
anzupassen, dass er künftig eine solche Beanspruchung leichter bewältigt, Muskeln werden aufgebaut, die Durchblutung verbessert etc.. Man nennt das Superkompensation - im Grunde das, was
jeder Sportler durch entsprechedes Training erreichen will. Eigentlich sollte man sich freuen, wenn da die Beine ein bisschen wehtun.
Bei Leistungssportlern sieht die Situation natürlich anders aus, da mag so eine Behandlung schon mal Sinn machen, sie erfolgt dann meist auch unter medzinischer Betreuung. Aber ein gesundheitsorientierter Freizeitsportler - und so sehen die beiden in dem Spot eigentlich aus - sollte ein Schmerzmittel nach dem Training nicht nötig haben. Lieber in die Sauna oder in die Badewanne, das ist ja auch viiiieeel schöner!
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