Montag, 31. märz 2008

Körperliche Inaktivität führt bei Erwachsenen zu einer Reduktion der körperlichen Leistungsfähig-keit bzw. Fitness. Diese ist mit einer erhöhten kardiovaskulären Morbidität und Mortalität sowie entsprechenden Risikofaktoren, insbesondere Typ-2-Diabetes, verbunden

. Weitere Folgen können Beeinträchtigungen des Bewegungsapparates (z. B. Osteoporose), des Kreislaufsystems und des Immunsystems sein.

Für Kinder gibt es keine vergleichbaren Untersuchungen. Vermutlich sind aber langfristig ähnliche ge-sundheitliche Folgeerscheinungen zu erwarten. Eine längerfristige Immobilisierung kann eine Stagna-tion bzw. Retardierung der körperlichen und (psycho)motorischen Entwicklung zur Folge haben.

 

Fördern Freizeitaktivitäten die Gesundheit?

 

Aufgrund der engen Verbindungen verschiedener beteiligter zentral-nervöser Systeme stellt Bewegung auch Stimuli für psychische und damit wiederum vegetative und endokrine Prozesse dar. Diese nehmen ihrerseits Einfluss auf die Bewegung und Wahrnehmung. Damit unterstützt Bewegung die gesamte Persönlichkeitsentwicklung eines Kindes, z. B. die Ent-wicklung eines positiven Selbst-konzeptes, emotionaler und so-zialer Stabilität und kognitiver Kompetenz.

Einschränkungen in der Quantität und Qualität von Wahrnehmungs- und Bewegungserfahrungen können zu motorischer Unruhe, Ungeschick und Bewegungsunlust sowie emo-tionaler Labilität, Konzentrations- und Antriebsstörungen führen.

Bös et al.  konnten bei 1.442 befragten Kindern (6 bis 10 Jahre) zwischen 40 und 70 % Befindlichkeitsstörungen nachweisen, vor allem Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen sowie Konzentrationsstörungen. Ob sich tatsächlich ein negativer Einfluss auf den Schulerfolg bzw. die akademi-sche Laufbahn zeigt, ist noch nicht abschließend geklärt 10. Dennoch führen Bewegungsmangel und dar-aus resultierende motorische Defizite bzw. eine geringere körperliche Leistungsfähigkeit sowie ein Mangel an elementarer Wahrnehmungs-erfahrung zu einem Teufelskreis: Über fehlende Erfolgserlebnisse kann dieser zu einer zunehmenden Meidung von Bewegungsaktivitäten und Bevorzugung inaktiver Freizeitbeschäftigungen führen.

Bewegungsmangel gilt daher weiter-hin als wesentlicher Risikofaktor in der Entstehung von Übergewicht. Insbesondere ein erhöhter Fernsehkonsum wird mit der Entstehung von Übergewicht und Adipositas in Verbindung gebracht

7. Die gesundheitlichen Folgen der kindlichen Adi-positas sind inzwischen vielfältig belegt und entsprechen denen der Erwachsenen 2. In welchem Umfang der Bewegungsmangel ursächlich in diese Pathogenese eingebunden ist, kann derzeit nur spekuliert werden 6. Sicher ist jedoch – zumindest bei Er-wachsenen – die protektive Wirkung von Bewegung auf den Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel. Aber auch in der Therapie der Adipositas ist Bewegung in jedem Lebensalter wichtig.

PD Dr. med. Dr. Sportwiss. Christine Graf,

 

Korrespondenzadresse

c.graf@dshs-koeln.de

PHOENIX 4/2007 LEBENSQUALITÄT & BEWEGUNG 11

seit 1996 wis-senschaftl. Mitarbeiterin, seit 2002 Oberärztin am Institut für Kreislaufforschung und Sport-medizin der DSHS Köln; wis-senschaftl. Schwerpunkte: Körperliche Aktivität in der Primär- und Sekundärprävention kardiovaskulärer Erkrankungen und Übergewicht; Adipositas; Kinder- und Jugendsportmedizin.
von équilibriste veröffentlicht in: lifestyle Community: Wellness und Gesundheit
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Montag, 31. märz 2008

Bin vorhin bei Stefan draufgstoßen, also nicht direkt, sondern in einem seiner Links, und hatte gestern - Super-Wetter, also raus mit dem Radl - die erste und wohl nicht einzige Auseinandersetzung mit meinem Süßen zu diesem Thema.

Beim Windschattenfahren wird gleichermaßen ein vorausfahrender Radfahrer als „Windbrecher“ benutzt, in dessen Schatten die Luftwiderstandskraft und damit – bei gleicher Geschwindigkeit – auch der zu seiner Überwindung notwendige Anteil an der Leistung bis zu 30 Prozent geringer ist. 30 Prozent? Das entspricht ja such so ziemlich genau dem Anteil Kraft, den Frauen weniger haben als Männer.

Logische Folge: wenn ich mit (m)einem Mann unterwegs bin, darf ich im Windschatten, also hinten fahren - und zwar die ganze Zeit. Weil Mann das anders sieht - und er sieht ja auch wirklich etwas anderes, z.B. mehr Landschaft, dafür bleiben aber andere An-/Aussichten vorenthalten ;-)..., können wir uns mehr oder weniger oft und regelmäßig darüber streiten.

Glücklicherweise kann ich das Konfliktpotential inzwischen ganz gut abschätzen, das ist nämlich ganz einfach tagesformabhängig. Soll heißen, wenn er gut drauf ist, ist es überhaupt kein Problem, sogar erwünscht -  von wegen Trainingsintensität und so, aber wehe, wenn nicht... Aber ich bin ja nicht so, ab und zu fahr ich schon nach vorn...


Jetzt wüsste ich gern, wie andere das so machen mit vorn, hinten oder grundsätzlich nicht miteinander, oder wie...?

von équilibriste Community: Balance
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Sonntag, 30. märz 2008

Wellness und Gesundheit...Lifestyle... Was macht denn einen gesunden Lebensstil aus?

- Bedarfsgerechte, vollwertige Ernährung, bei der essen mit Lust und Genuß nicht zu kurz kommt.

- Ein ausgeglichenes Verhältnis von Anspannung und Entspannung.

- Ausreichend körperliche Aktivität.

- Verzicht auf "schädliche" Verhaltensweisen.

Bei den ersten beiden Punkten können wir uns prima Arbeit abnehmen lassen: essen gehen, Wellness-Profis für Entspannung sorgen lassen...

Bei den anderen beiden ist Eigeninitiative gefragt, bewegen muss sich jeder selbst, und dass ein anderer für einen aufhört zu rauchen, geht auch nicht. Auftritt innerer Schweinehund! Halten wir ihn mit Disziplin in Schach:

Disziplin erscheint am Anfang als eine Reglementierung, doch wenn du dich in diesem Augenblick mit Liebe deiner Arbeit widmest, verschwindet Disziplin, und Leidenschaft beginnt.
(B. K. S. Iyengar)


Vielversprechend, oder?

von équilibriste veröffentlicht in: lifestyle Community: Wellness und Gesundheit
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